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„Mitten in der Nacht?!?“ 

Dachten sich sicher viele der 24 Gäste unserer Irland Wanderreise 2017. Denn bereits um 2.00 Uhr morgens wurden die ersten Teilnehmer vom Busunternehmen Schirmer abgeholt, um zum Flughafen nach München zu fahren. Aber: wer früh losfliegt hat viel vom Tag! Und so hat auch die früheste Abreise seine Vorteile.

 

Am 17.06. startete also unsere Gruppe mit der Reisebegleitung Ines Worschech bereits um 10.00 Uhr ab München mit der Lufthansa Richtung Dublin. Dort angekommen, wurden die Teilnehmer schon von unserer Wanderführerin Ilona Madden erwartet. Mit Ilona und dem „besten Fahrer aller Zeiten“ - Desmond - ging es dann von Dublin nach Bray, wo die Gruppe die erste Nacht im Hotel Esplanade untergebracht war.

Nachdem es noch früh am Tag war und die Zimmer daher noch nicht bezugsfertig, machte sich die Gruppe auf Ilonas Tipp hin zunächst auf zum Lunch in ein gemütliches Pub in der Nähe des Hotels. Da die Gruppe trotz der frühen Abreise noch fit und unternehmenslustig war, wurde bereits am ersten Nachmittag nach dem Zimmerbezug auch schon die erste kleinere Wanderung unternommen: es ging auf den Bray Head – den „Hausberg“ von Bray, von dem aus man einen sehr schönen Blick auf die ganze Bucht und den Ort hatte. Nach der Rückkehr und dem gemeinsamen Abendessen im Hotel unternamen einige Gäste noch einen kleinen Spaziergang an der netten Strandpromenade, die direkt am Hotel entlangführte.

Am Sonntag erwartete Ilona die Gruppe dann um 9.00 Uhr vor dem Hotel – heute stand die Erkundung von Dublin, der irischen Hauptstadt an. Zunächst wurde per Bus eine Stadtrundfahrt unternommen, anschließend ging es „per pedes“ weiter. Die seit 22 Jahren in Irland lebende, in Deutschland geborene Wanderführerin brachte den Teilnehmer die quirlige Stadt, die Kultur, die Gewohnheiten, die Pubs aber auch das Schulsystem und viele weitere interessante Punkte beim Stadtrundgang näher.

Nach genügend Zeit zur freien Verfügung ging es dann weiter – quer über die Insel an die Westküste, Richtung Galway. Unterwegs wurde ein Stop eingelegt beim Kloster Clonmacnoise. Auch hier wusste Ilona viel Interessantes und Geschichtliches zu berichten. Nach einem Rundgang und Zeit zum Schauen und fotografieren fuhr die Gruppe weiter nach Oranmore, einem Vorort von Galway, wo die Gäste das Coach House Hotel bezogen.

Am nächsten Tag ging es dann los zur ersten Wandertour. Bei strahlend blauen Himmel – den dritten Tag in Folge übrigens - wanderten die Teilnehmer an den Klippen von Moher entlang und hatten einen traumhaft schönen ersten Eindruck von der irischen Steilküste. Ilona betonte, was für ein Glück die Gruppe mit dem Wetter hatte, denn bei Regen oder Nebel – also eigentlich typisch irischem Wetter – wäre der Ausblick und die Eindrücke sicher nicht so gigantisch gewesen und die Wanderung nicht so überragend im Gedächtnis geblieben.

Am Dienstag ging es dann durch das Connemara Gebiet, welches geprägt ist von seinen ausgedehnten Torfsümpfen, unzähligen Steinmauern und Bergen. Auch heute meinte es das Wetter gut mit den Wanderern. So stiegen sie mit Sonnenschein im Rücken die 450 Höhenmeter auf den Diamant Hill hinauf. Von dort hatte man einen tollen Ausblick über den gesamten Nationalpark. Nach der Wanderung und entsprechender Pause ging es für die Gruppe zu dem traumhaften Herrenhaus und den wunderschönen viktorianischen Gärten in Kylemore Abbey.

An diesem Abend stand noch etwas ganz besonderes und typisch Irisches auf dem Programm: Die Gäste besuchten in Galway die Show „Trad on the prom“: Eine mitreißende Darbietung mit irischer Musik und genialen Tänzen. Drei der sechs Mitglieder des Ensembles waren bereits mehrfach World-Champions in den verschiedenen Tanzdisziplinen, was ganz klar für die Qualität dieser Show sprach. Alle Besucher waren begeistert und der Überzeugung, dass ein solcher Programmpunkt wichtiger Bestandteil einer Irlandreise sein sollte.

Am fünften Tag führte Ilona die Teilnehmer durch die einzigartige Karstlandschaft des Burrengebietes. Schon nach wenigen Metern drängt sich das Bild von einer Mondlandschaft auf. Trotz der kargen, steinigen Landschaft schieben sich hier unzählige Pflanzen durch die Felsspalten – ein einmaliger Anblick. Nach der Wanderung wurden auf dem Rückweg nach Galway noch  die Hochkreuze von Kilfenora, der Poulnabrone Dolmen und die Ruinen der Zisterzienser Abtei Corcomroe besichtigt. Ein „süßer Abschluss“ dieses Tages war dann der Besuch einer Schokoladenfabrik.

Der nächste Tag, Donnerstag, war „wanderfrei“. Die Gäste besichtigten die Ortschaft Galway, die mit Ihren vielen kleinen Seitengassen, Pubs und Kirchen sehr sehenswert ist. Viele nutzen die Zeit nach dem Rundgang und erkundeten Galway auf eigenen Faust, gingen durch die kleinen Gassen und probierten den berühmten Irish Coffee. Am Nachmittag stand der Besuch einer typisch irischen Whiskybrennerei – Tullamore Dew – an. Nach einer lustigen und interessanten Führung, die eine irische Studentin in Deutsch führte, durften die Gäste noch an einer Whisky-Verkostung teilnehmen.

Am Freitag – bereits der vorletzte Tag dieser tollen Reise – stand die Wanderung in den Wicklow Mountains an – auch das „Tal der zwei Seen“ genannt. Heute spielte das Wetter nicht mit, und so wurde die Gruppe bereits auf dem felsigen Weg Richtung höchster Punk ziemlich „eingeweicht“. Durch Regen und Nebel war auch der Ausblick auf die zwei Seen nicht so gut wie erhofft. Die Gäste nahmen es jedoch mit Humor, zogen alles über, was der Rucksack an Wetterschutz zu bieten hatte und kam zumindest einmal in den Genuss des „typisch irisches Wetters“.

Am Abreisetag ließen es die Teilnehmer dann gemütlich ausklingen. Nach dem Frühstück, Kofferpacken und auschecken wurde eine kleine Wanderung vom Leuchtturm hinunter in das Fischerstädtchen Howth unternommen. Auch hier boten sich unterwegs wieder geniale Ausblicke – an diesem Tag auch wieder bei bestem Wetter. In Howth war dann nochmal Zeit zur freien Verfügung, die gerne für einen Bummel durch das Örtchen, am Hafen entlang und auch für ein Mittagessen genutzt wurde, bevor es am Nachmittag dann Richtung Flughafen Dublin ging und weiter gen Heimat.

Auf dem Heimweg waren sich alle einig: Irland ist auf jeden Fall eine Reise wert! Bei dem Glück mit dem Wetter, der tollen Wanderführerin Ilona und dem „Driver Desmond“ gleich noch mehr. 

 

 

Ines Worschech

 
 

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Reiseunterlagen                                                         1,0                                          

Bustransfer Frankfurt                                                  1,0

 Fluggesellschaft Lufthansa                                         1,3

 Reisebegleitung Ines Worschech                                1,3

 Bustransfer vor Ort                                                     1,1

 Hotel Esplanade in Bray                                             3,4

 Verpflegung im Hotel                                                  3,1

 Hotel Coach House                                                     2,3                                          Verpflegung im Hotel                                                  1,5                                        Wanderführerin Ilona Madden                                    1,9                                    

Stadtbesichtigung Dublin                                        1,9                                              

 

Schwierigkeitsgrad der Wanderungen                        2         2        18       2       

von 1-leicht bis 5-schwer

Gesamteindruck                                                         1,78                                        

Preis-Leistungsverhältnis                                            1,78

Gesamt:                                    1,8